Mittwoch, 30. April 2008

30.4.08 - Zwischen Staub und Lüftergeräusche

Fast ausgeschlafen sind wir auch heute Morgen von meinem ach so lieben Handywecker geweckt worden. Nach einem vorzüglichen Frühstück trafen wir uns um den Direktor zu einer Diskussion zu treffen. Während der Diskussion wurden die Probleme und die Risiken des Krieges und der Politisierung in der Schule ersichtlich. Als die letzten Fragen beantworten waren, machten wir uns zu einer kleinen Führung durch die Schule und durch die Schulzimmer auf. Während diesen 2 Stunden bekamen wir einen Einblick in die Schule und in die Lehrwerkstätten.

Nach einer kurzen Pause, tauschten wir die frische Luft und die warmen Sonnenstrahlen gegen den Staub und die Lüftergeräusche im Computer Raum. Dort verbrachten wir den restlichen Tag, mit deinstallieren, Computerraussaugen, defragmentieren, installieren und updaten. So haben wir es tatsächlich geschafft, dass wir bis jetzt alle Computer auf Vordermann gebracht haben. Nun müssen wir nur noch die Rechte vergeben und unsere Mission ist beendet.

Als wir genug vom Brummen der Computer hatten, haben wir unsere leeren Bäuche gefüllt, denn nach dem Essen ist unsere Gruppe zu einem Glas Wein beim Direktor eingeladen, denn was ist ein Projektabschluss ohne Feste feiern?

Luca versucht im Moment noch die Rechte zu konfigurieren und ich versuche ihn zu überzeugen Morgen daran weiter zu machen.

Gute Nacht zusammen!

Liebe Grüsse aus dem Libanon

Lukas und Luca

29.04.08 – Ab nach Downtown

Noch vorab: Wir werden leider keine Galerie online schalten können, da der Upload sooooo miserabel ist. Vielleicht können wir einzelne Bilder hochladen. Wenn dies gut funktioniert, werden wir auch die schon bestehenden Posts mit Bildern spicken.

Nun zum gestrigen Tag:

Als wir uns Gestern Abend vorgenommen haben früher ins Bett zu gehen, was wir aber nicht getan haben, sind wir heute wieder einmal früh aufgestanden. Unser Bett ist sehr bequem und unser Zimmer ist mit einem 3-4 Sterne Hotel zu vergleichen. Wir sind also bestens aufgehoben.

Heute ging es nach Beirut und nach Biblos. In Beirut haben wir die älteste christliche Gemeinde besucht und mit dem Präsidenten der Gemeinde über Politik und die Probleme des Nahenostens, sowie über die Probleme der Schneller Schule gesprochen. Er stellte die Probleme sehr gut und verständlich dar und war für jede Kritik offen. Nach der Diskussion machte er mit uns noch einen Rundgang in Downtown von Beirut. Downtown ist die Mitte von Beirut und ist durch das Militär und der Hisbollah, welche auch einen Teil davon besetzten, abgeriegelt. Jedoch ist der Durchgang für fast jedermann gestattet. So sind wir durch eine fast leere Innenstadt gestreift und haben einige interessante Gebäude und Denkmäler betrachtet. Während dieses Rundganges wurden unser Gepäck und wir immer wieder auf heikle Gegenstände geprüft. Doch wie wir erfahren haben, ist es nicht schlimm wenn man z.B. Waffen mitnimmt. Sie interessieren sich einfach für dein Zeugs. So haben wir die Sehenswürdigkeit des menschenleersten Stadtteils von Beirut besichtigt. Während der Besichtigung gab es viele Kontrollen durch das Militär. Danach besuchten wir noch das Hariri Denkmal. Hariri war ein Reicher Mann, welcher nach dem Bürgerkrieg in den 80er Jahren die ganze Innenstadt wieder aufbaute. Er wurde bei einem Attentat getötet. Bei diesem Denkmal sind alle Opfer des Attentats aufgelistet, und trägt so dazu bei, dass der Hass und das Sterben für die Ehre etabliert und propagiert wird. Hariri ist laut Gerüchten von den Syrer oder von Libanesen selbst ermordet worden, jedoch weiß man es nicht genau.

Dach dem Rundgang sind wir in das Touristenstädtchen Biblos gefahren. Dort hatten wir 1.5 Stunden Zeit eine Mahlzeit einzunehmen. So sind wir in das Meer spaziert und haben dort zu touristischen Preise unser Mittagessen gekauft und verspiesen. Kurz nach dem Essen sind wir wieder zurück in die Schneller Schule gefahren.

Am Abend haben wir uns mit dem Direktor der Schule getroffen und haben unsere To Do list diskutiert und die Aufträge entgegengenommen. So besorgten wir uns die wichtigste Software gerade noch am selben Abend, da es in der Schule ein Downloadlimit von 100 MB im Tag gibt.

Wieder sind wir zu spät ins Bett gegangen.